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Heimat und Geschichtsverein Babenhausen e.V.

Postfach 1268 – 64825 Babenhausen

Im Internet: http://www.heimatgeschichtsvereinbabenhausen.de

Unsere Konten: Vereinigte Volksbank Maingau eG, Konto-Nr. 8 264 201, BLZ 50 861 315 
Sparkasse Dieburg, Konto-Nr. 60 015 948, BLZ 50 852 651

25 Jahre

Heimat- und Geschichtsverein Babenhausen e.V.

1980 – 2005  

Foto der zur Jahreshauptversammlung 2005 anwesenden Gründungsmitglieder

hinten v.l.n.r.: Dr. Klaus Lötzsch (derzeitiger Vorsitzender, kein Gründungsmitglied), Hans-Heinrich Fendt, Willy Willand, Karola Fendt, Anni
                     Däsch, Georg Wittenberger, Käthi Willand
vorne v.l.n.r.: Anton Kraus, Uwe Friedrich, Dorothea Friedrich, Gisela Willand, Annemarie Fendt, Liesel Storck, Ria Fischer, Willi Hartmann

 

Jahresbericht 2004

 

Das Vereinsgeschehen im Jahre 2004 stand ganz im Zeichen des 20-jährigen Jubiläums der Verschwisterung der beiden ehemaligen hanau-lichtenbergischen Residenzstädte Babenhausen und Buchsweiler (Bouxwiller). In dem 2004 herausgegebenen Buch, einem Sammelband mit Beiträgen zur Geschichte der Grafschaft Hanau-Lichtenberg, wird eingangs von Friedrich Schöneich (†) geschildert, wie es zu dieser Verschwisterung gekommen ist. In einer vom Ver­ein gestalteten Ausstellung „Begegnungen“ wurde mit Fotografien und Zeitungsausschnitten gezeigt, wie diese Beziehung 20 Jahre mit Leben erfüllt worden ist. Der HGV hat in diesen zwei Jahrzehnten quasi die Aufgabe eines Verschwisterungsvereins mit übernommen.

Im Jubiläumsjahr wurde auch die Ausstellung „Die Grafen von Hanau-Lichtenberg im Portrait“ gestaltet und sowohl in Babenhausen als auch in Bouxwiller mit Erfolg gezeigt. Weitere Einstimmungen auf die beiden großen Jubiläumsfeiern erfolgten durch den „Elsässer Abend“ mit Robert Bittendiebel und die kunsthistorische Exkursion ins Elsass.

Der oben erwähnte Sammelband, Band XXXI der Reihe „Babenhausen einst und jetzt“, enthält 20 Beiträge zur Geschichte Babenhausens und der ehemaligen Grafschaft. Zum Babenhäuser Ostermarkt, zum Altstadtfest und Weihnachtsmarkt war der HGV jeweils mit kleinen Ausstellungen und einem Büchermarkt präsent. Zur Routine gehören bereits die vielen Stadtführungen mit mehr als 700 Teilnehmern und der Samstag-Dienst im Info-Büro in der Stadtmühle. Die heimatkundliche Bibliothek in der Stadtmühle ist inzwischen durch Bücherzugang an ihre Kapazitätsgrenze gestoßen.

Auf der Jahreshauptversammlung am 17. März 2004 war der geschäftsführende Vorstand durch Wahl im Amt bestätigt worden: Dr. Klaus Lötzsch (1. Vorsitzender), Ine Reichart (2. Vorsitzende), Petra Palm-Hantke (Rechnerin), Georg Wittenberger (Schriftführer). Als Beisit­zer wurden gewählt: Hans Dörr, Hans-Heinrich Fendt, Tilo Fink, Uwe Friedrich, Liz Hart­mann, Willi Hartmann, Friedrich Joseph, Heinz Lach, Kurt Marschall, Dagmar Tormälen-Roth, Helmuth Schroth; zu den Aktiven zählen außerdem die ehemaligen Vorstandsmitglieder Ria Fischer, Georg Hax, Bärbel Kramer, Liesel Storck und viele andere Vereinsmitglieder. Ihnen allen sei gedankt.

Die finanzielle Lage des Vereins ist gut. Mit den Einnahmen aus den Mitgliedsbeiträgen, Spenden, Fördermitteln und dem Schriftenverkauf wurde die Vereinsarbeit finanziert. Der Mitgliedsbeitrag ist unverändert 12 Euro pro Jahr. Die Mitgliedschaft im Verein berechtigt zum kostenlosen Erwerb des Jahres-Buches (Verkaufspreis im Jahr 2004: 15 Euro). Ein ausführlicheren Bericht über die Finanzen wird am 13. März 2005 durch die Rechnerin des Vereins gegeben. 

Ein Blick zurück . . .  

Am 13. März 1980, also genau vor 25 Jahren, wurde im Anschluss an einen Lichtbildervortrag von Willi Willand im katholischen Gemeindezentrum zu später Stunde – das Protokoll nennt 21.50 Uhr – der Heimat- und Geschichtsverein Babenhausen gegründet. Insgesamt 43 Personen setzten ihren Namen unter die Vereinssatzung. Noch in der gleichen Sitzung wurden unter der Leitung von Hubert Bauer die Mitglieder des Vorstands gewählt und zwar Wilhelm Mohrhardt (1. Vorsitzender), Martin Willand (2. Vorsitzender), Annemarie Fendt (Rechnerin), Georg Wittenberger (Schriftführer) sowie Willi Willand, Walther Fehrensen, August Geißler, Hubert Bauer, Ria Fischer, Kurt Schlösser und Uwe Friedrich als Beisitzer. 

Mit welchen Zielen waren 1980 Vorstand und Vereinsmitglieder angetreten? Die Satzung nennt „die Förderung der Heimatpflege und Erforschung der Geschichte der Stadt Babenhau­sen“; und weiter „Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch Mitwirkung bei der Gestaltung und Erhaltung 

      1. des Stadt- und Landschaftsbildes

2. Förderung eines Heimatmuseums

3. Durchführung von Ausstellungen

4. Organisation von Führungen, Vorträgen und Tagungen

5. Anlegen eines Bildarchivs und einer Bibliothek

6. Zusammentragen und Pflege von heimatkundlichen und vorgeschichtlichen Funden

7. Pflege der Mundart

8. Herausgabe von Publikationen.“

Gemessen an diesem Katalog, kann sich nach 25 Jahren der Verein mit seinen Aktivitäten se­hen lassen. Der Jahresbericht für 2004 bestätigt diese Aussage. Überragendes wurde geleistet auf den Gebieten Ausstellungen, Führungen, Vorträge, Bildarchiv, Bibliothek, Publikationen. Die Sammlungen des Vereins, für die die Stadt dankenswerter Weise Lagerräume zur Verfü­gung gestellt hat, haben viele temporäre Präsentationen ermöglicht, ein Heimatmuseum mit ständigen Ausstellungen konnte aber bis heute nicht verwirklicht werden. Wir sind damit genau so weit, wie auf der Hauptversammlung im Jahre 1981. Im Bericht über das Jahr 1981 des da­maligen Vorsitzenden Wilhelm Mohrhardt lesen wir am Ende seiner Ausführungen: 

„. . . Es gab natürlich auch Dinge, die weniger erfreulich waren, z.B. das Ergebnis vieler Gespräche und Diskussionen in Bezug auf ein Heimatmuseum, das gleich Null ist. Gerade zu diesem Thema hatten wir uns von Anfang an sehr engagiert und schon derart viel Material angesammelt, dass es zur Erstausstattung fast reichen würde. Ich bin immer noch von der Möglichkeit überzeugt, dass zumindest für die nächsten Jahre wenigstens eine provisorische Lösung geschaffen werden kann. Wir müssen uns überlegen, ob wir nicht die Fraktionen aller Parteien im Stadtparlament ansprechen wollen. Ich sehe da einen Weg, der vielleicht noch erfolgsversprechend ist.“ Nun, wir bedauern, dass auch nach 25 Jahren uns noch kein Erfolg beschieden ist. 

Bereits in den ersten Jahren des Vereins unter den Vorsitzenden Wilhelm Mohrhardt und Kurt Schlösser wurden kulturelle Veranstaltungen in historischen Gebäuden, in Stadtkirche und Schloss, angeboten. Besondere Förderung erlebten diese Veranstaltungen durch unser Vereinsmitglied Dr. Eugen Wolpert, den Schlossbesitzer. Höhepunkt der Veranstaltungen waren die ART-Tage im Schloss, die bis zum Tod von Dr. Eugen Wolpert im Jahr 2001 und dem Weggang des Bildhauers Norbert Jäger ein Jahrzehnt lang im Sommer das Schloss in ein kulturelles Zentrum verwandelt hatten. 

Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2005

In zwei Veranstaltungen werden wir direkt Bezug auf das 25-jährige Vereinsjubiläum nehmen. Die Einladung zur Jahreshauptversammlung am 13. März 2005 geht Ihnen mit diesem Schreiben zu. Vom 22.bis 24. Juli 2005 wird in der Stadthalle Babenhausen eine Jubiläumsveranstaltung mit Ausstellungen und anderen Präsentationen stattfinden. Unter anderem wird das Ergebnis eines Malwettbewerbs für Kinder und Jugendliche gezeigt werden. Außerdem werden Künstler, die Vereinsmitglieder sind, ihre Werke ausstellen. 

Es wird eine kulturhistorische Exkursion mit dem Bus (am 9. Juli 2005), eine Radtour (am 11. Juni 2005) und eine Stadtführung der besonderen Art angeboten werden. 

Der Verein wird präsent sein auf dem Ostermarkt, dem Altstadtfest und den Weihnachtsmärken in Babenhausen und Bouxwiller sowie an jedem Samstag Nachmittag im Info-Raum in der Stadtmühle. Des weiteren ist geplant, an jedem 1. Mittwoch eines Monats unter der Bezeichnung „monatliches HGV-Kolloquium“ eine Vortrags- oder Diskussionsveranstaltung anzubieten. 

Ein Veranstaltungskalender mit Einzelheiten wird am 13. März 2005 vorliegen. Auf die erste Veranstaltung am 6. April 2005 in der Stadtmühle soll jedoch schon jetzt besonders hingewiesen werden. Der Offenbacher Anthropologe Peter Blänkle wird seine Untersuchungsergebnisse (Skelettreste aus der Stadtkirche), die er auch schriftlich in dem Jubiläumsband niedergelegt hat, ausführlich erläutern. Auch die Teilnahmebedingungen für den Schüler-Malwettbewerb werden am 13. März vorliegen. 

Im Jahr 2005 wird der Verein eine Mitgliederwerbeaktion durchführen. Auf das 400. Mitglied wartet ein besonderer Preis. 

Wer dem Verein in seinem Jubiläumsjahr eine Spende zukommen lassen möchte, kann dass z.B. auch mit einem sogenannten „Baustein“ tun; damit soll der Ankauf eines alten Ölgemäldes von „Burg und Breschturm“ ermöglicht werden. Als Baustein erhält der Spender eine Farbfotografie des Gemäldes, deren Größe von der Höhe der Spende abhängt. 

Als Publikation des Jahres 2005 erscheint im September zum Altstadtfest die überarbeitete und erweiterte Neuauflage des seit langem vergriffenen Buches über die „Schöne Eiche“ von Georg Wittenberger.

 

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von Petra Lambernd

 

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